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RFID

 

Im Bereich der automatischen Identifizierung von Waren, Personen, Gütern und Tieren findet seit etwa 20 Jahren eine Revolution durch den Einsatz von RFID-Technologie statt. Insbesondere in den Bereichen Logistik, Security, Etikettierung und Identifikation läuft ein Umstellungsprozess gewaltigen Ausmaßes. Wo bisher hauptsächlich Barcode-Systeme verwendet wurden, wird heute durchweg auf RFID-Systeme gesetzt, da diese in vielerlei Hinsicht Vorteile bieten.

RFID


Die Abkürzung RFID steht für Radio-Frequency Identification , es handelt sich dabei um ein funkbasiertes, kontaktloses Identifikationsverfahren, welches ursprünglich Funkfrequenzen im Radiofrequenzbereich (100kHz bis einige 10 MHz) verwendete, der Frequenzbereich aber inzwischen bis in den Mikrowellenbereich erweitert wurde. Der Vorteil dieser Systeme z.B. gegenüber Barcode- Systemen ist unter anderem die deutlich höhere Speicherkapazität, Unempfindlichkeit gegen Umwelteinflüsse wie Verschmutzung, deutlich höhere Reichweite und die Möglichkeit, viele Transponder gleichzeitig auszulesen. Ein Transponder ist dabei das eigentliche Etikett (auch ”Tag“) welches die Informationen z.B. der Ware trägt und mit einem stationären oder mobilen Lesegerät kommuniziert. Diese Kommunikation erlaubt je nach Systemaufbau das Lesen und Beschreiben des Transponders, wodurch eine zusätzliche Flexibilität des Systems gegeben ist. Eine nachträgliche Änderung von Produktdaten ist somit einfach möglich. Ein weiterer Vorteil der RFID-Systeme ist die Möglichkeit, passive Transponder einzusetzen, die ohne eigene Energieversorgung auskommen und daher entsprechend kompakt aufgebaut werden können.


Am emg beschäftigen wir uns mit Transpondern im LF-Bereich (125 kHz) und insbesondere mit Fragen der Miniaturisierung und Lokalisation von Transpondern. In diesem Zusammenhang werden auch Lesegeräte und komplette RFID-Systeme entwickelt, die neben der Identifizierung eine Positionsbestimmung von Transpondern erlauben. Somit kann in einem durch die Reichweite des Lesegerätes begrenzten Volumen eine eindeutige Positionbestimmung auch dann durchgeführt werden, wenn sich mehrere Transponder im Lesefeld befinden. Diese können anhand Ihrer Seriennummer identifiziert und somit voneinander unterschieden werden.